Münchner Fassung (afk-tv-Video_Auf Mozarts Spuren, 01/2017)

 

Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs. Wir ahnen, dass sich die Welt, wie wir sie kennen, wandelt. Große Flüchtlingsströme halten Europa in Atem. Die Bevölkerung ist zweigeteilt: Angst und Hilfsbereitschaft wechseln sich ab. Was hat Mozart mit geflüchteten Menschen zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Die Kunstform der Oper ist nicht gerade in Nigeria oder Syrien zuhause. Doch genau das kann spannend sein.
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ZAIDE. EINE FLUCHT.
ist ein Musiktheaterprojekt, das Mozarts unvollendete Oper mit den Beiträgen von geflüchteten MusikerInnen, TänzerInnen und SchauspielerInnen aus Afghanistan, dem Irak, Iran, Pakistan, Nigeria und Syrien verbindet. Die Geschichte von Zaide und ihrem Geliebten Gomatz wird vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse neu erzählt. Die Flucht vor Krieg und Gewalt sowie die Isolation und Irritation in der Fremde wird aus vielen Perspektiven reflektiert und durch Mozarts Musik mit Leben gefüllt.

Eine breite Allianz der Bezirksausschüsse hat Albert Ginthör (Geiger am Staatstheater am Gärtnerplatz und langjähriger Organisator des Gärtnerplatz OpenAirs) geholfen, die Produktion mit Unterstützung der Edith-Haberland-Wagner Stiftung nach München zu holen. Für die drei Aufführungen in der Landeshauptstadt wird die Fassung mit einem teilweise neuen Kreativteam aus München bearbeitet und weiterentwickelt.

Ebenfalls neu ist die enge Kooperation mit der LMU. 40 Studierende aller Fächer des Departments Kunstwissenschaften arbeiten unter der Leitung von Dana Pflüger daran, verschiedene Aspekte rund um die Vorstellungen zu planen und vorzubereiten:
  • Inhaltliche und grafische Konzeption und Umsetzung des Programmhefts
  • Video- und Foto-Dokumentation des gesamten Projektes („Making-Of“), sowie Drehen von Werbespots (in Zusammenarbeit mit der Video-Künstlerin Jana Gleitsmann)
  • Entwicklung eines Begegnungsformats als Rahmenprogramm für die drei Vorstellungen
  • Einbindung von Geflüchteten in München in das Projekt und Organisation eines "Abends der Begegnung" am 12. Januar 2017 in Zusammenarbeit mit Tarek Abdin-Bey und dem Deutsch-Syrischen-Verein e.V. Ab 16 Uhr gibt es für alteingesessene und neuangekommene MünchnerInnen eine OpenStage und ein breites Kulturprogramm mit interkulturellen Workshops, Informationsmöglichkeiten und kulinarischen Köstlichkeiten.
  • Pressearbeit, Online-Kommunikation, Durchführung einer Pressekonferenz
  • Entwicklung einer begleitenden Ausstellung "Seeerlebnis Türkengraben" in der Galerie der U-Bahn-Haltestelle Universität, im Rahmen des begleitenden Tutoriums „Salon unter Segeln“ des freien Theaterschaffenden Nikolaus Witty
Veranstalter: Deutsches Forum für Musik- und Theaterkultur e.V.
Organisation für den Veranstalter: Albert Ginthör
Die Schirmherrschaft übernimmt Oberbürgermeister Dieter Reiter.

LMU-München, Department Kunstwissenschaften