Carmen

Projekt

CARMEN Chronik eines angekündigten Mordes
Seit ihrer Entstehung hat sich Georges Bizets „Carmen“ als das Eifersuchtsdrama schlechthin, als Oper für alle und als Musterbeispiel für sinnliches Musiktheater schlechthin ins kulturelle Gedächtnis der ganzen Welt gebrannt. „Carmen“ selbst ist zum Inbegriff für sexuelles Begehren, für Eifersucht, Hörigkeit und unzerstörbare Sehnsucht nach Leben geworden, genauso wie zum musikalischen Synonym für spanische Vitalität, Machismo und Folklore. Carmen ist Spanien, Carmen ist Kult, eine Ikone der Lust, Carmen ist die meistaufgeführte Oper der Welt.
Wer ist Carmen?
Mit dieser Frage beschäftigen sich Opera Incognita und Zuflucht Kultur e.V. in der kommenden Spielzeit und betreten mit der Inszenierung einer der bekanntesten Opern der Musikliteratur gleichsam künstlerisches Neuland. Seit 2005 präsentiert das freie Münchner Opernkollektiv Opera Incognita unbekannte Opern bekannter Komponisten an oft theaterfremden Orten. So wurde in den letzten Jahren beispielsweise das Müller’sche Volksbad Kulisse für Mozarts „Idomeneo“ und Brittens „The Turn of the Screw“, der Circus Krone Schauplatz für „La clemenza di Tito“, die Fußgängerunterführung Maximiliansforum Transitraum für Glucks „Orfeo ed Eurydice“ oder der Hörsaal B 101 der Ludwig-Maximilians-Universität zum Plenarsaal für Wagners „Rienzi“. Seit Gründung des Ensembles steht die Entwicklung einer zeitgemäßen, unorthodoxen Spielart des Repräsentationsmechanismus „Oper“ im Fokus der musikalischen und szenischen Arbeit. Auch die Förderung von jungen Sängertalenten war von Beginn an Teil des künstlerischen Gesamtkonzeptes von Opera Incognita, die mit ihren Produktionen Absolventen der Hochschulen München, Salzburg, Nürnberg und Stuttgart ein Auftrittsforum vor neutralem Publikum in der Musikmetropole München bietet. Einige heute namhafte Sängerpersönlichkeiten debütierten in ihren ersten großen Rollen bei unseren Produktionen, so z.B. Mauro Peter (Salzburger Festspiele/Opernhaus Zürich), Miriam Clark (Oper Bonn), Valer Barna-Sabadus, Katharina Ruckgaber (Oper Frankfurt), Danae Kontora (Oper Leipzig) und andere.
Standen die letzten Jahre musikalische Nischenwerke im Vordergrund der Arbeit von Opera Incognita, so nähert sich diese Produktion dem Mythos Carmen aus diametral entgegengesetzter Perspektive. Kein anderes bedeutendes Werk der Musikgeschichte ist so fest in tradierten Interpretationsmustern verhaftet wie Bizets Meisterwerk und wurde derart vereinnahmt von musikalischen Wunschkonzerten jeglicher Couleur, so dass sich die Melodien in der kollektiven Medienwahrnehmung fast gänzlich aus dem inhaltlichen Kontext des Werks gelöst haben. „Carmen“ gilt heute als Hitmaschine für ein rein kulinarisch-interessiertes Publikum, obgleich gerade diese Oper eine der ersten gewesen ist, die soziale Missverhältnisse angeprangert und Überlebensstrategien an der gesellschaftlichen Peripherie zum Thema gemacht hat. Soldaten, Prostituierte, Schmuggler und Fabrikarbeiterinnen stellen das Opernpersonal. An keiner Stelle wird dem Publikum eine Hoffnung auf gesellschaftlichen Aufstieg vorgespiegelt – er wird stattdessen Voyeur einer Art Nachtasyl gestrandeter Existenzen. Es gibt keine rettenden göttlichen Mächte, keine Oberschicht, sondern nur die blasse Sehnsucht nach Lebensperspektiven und die fahle Hoffnung auf eine annähernd erfüllte Existenz. Die trotz aller Widrigkeiten unzerstörbare Suche nach dem Glück ist Herzschlag und Kammerton von „Carmen“, der Kastagnettenrhythmus totentänzerische Begleitmusik des persönlichen Niedergangs. Carmens Tragödie spielt sich in ihrer fast banalen Alltäglichkeit täglich an Dutzenden Orten dieser Welt ab, was Georges Bizet und seine Librettisten dazu veranlasst haben muß, in ihrer Oper die flüchtige Poesie des Banalen zu feiern. Kleinste szenische Begebenheiten werden zu musikalischen Kleinodien ausgestaltet, skizzenhaft angelegte Spielsituationen des Lebens zu großen szenischen Tableaux auf der Bühne, die – im Fall „Carmen“ fast noch eklatanter als sonst – die Welt bedeutet. Das Leben der Paria wird, ein Novum in der Geschichte der Oper, zum mitreißenden Strom aus Rhythmen und Melodien. Leider hat die folkloristische Darstellungstradition das existenzielle Fundament dieser Oper fast ruiniert und eine Parabel über die heißkalte Glut menschlicher Beziehungen in menschenfeindlichen Verhältnissen zur kitschigen Nummernrevue verkommen lassen. Heute sehen wir „Carmen“ gleichsam als musikalische Postkarte mit stets rotgewandeter Flamencotänzerin auf der Vorderseite, digital restauriert und jederzeit versandfertig. Daß der nackte Kampf ums Überleben Carmens ureigenstes Thema darstellt, der Tod allgegenwärtig scheint und eine Gesellschaft vorgeführt wird, die vom mitteleuropäischen Opernbesucher äonenweit entfernt ist, bleibt meist in den putzigen Kulissen der Opernhäuser verborgen. Diese Produktion zeigt Carmen als „Chronik eines angekündigten Mordes“, als Schicksalsspirale und laborartige Gefühlsanordnung, in der allein der Traum von einer besseren Welt die bestehenden Verhältnisse für Momente erträglich macht.
Spielort für diesen musikalisch-szenischen Versuch ist das vom Musiktheater noch beinahe unentdeckte ehemalige Heizkraftwerk Munich Mixed Arts, dessen Industriecharakter einen spannenden visuellen Kontrapunkt bilden wird. Auf mehreren Spielebenen entsteht vor den Augen des Publikums ein Fabrikszenario, das die seelische Brutalität, der die Charaktere dieser Oper unterworfen werden, in groß dimensionierte Bilder und Situationen packt. Diese Carmen lebt in der Nähe einer südamerikanischen Metropole, aus der Zigarettenfabrik wird eine der zahllosen illegalen Nähereien Südamerikas, in denen Menschen unter immer noch sklavenartigen Bedingungen Kleidung für die westlichen Märkte produzieren. In unserem szenischen Setting wird Bizets opus magnum zu einer Art bizarrem Märchen, einer düsteren, grellen Fabel über die Entscheidung gegen ein ehrbares, aber in tiefster Armut gefristetes Dasein. Die kriminellen Energien der Protagonisten treiben in der aggressiven Kulisse des ehemaligen Industriegeländes das schicksalhafte Räderwerk der Emotionsmaschine „Carmen“ an und werden auch optisch zu einem zerstörerischen „Kraftwerk der Gefühle“. Die Produktion versucht eine antifolkloristische Lesart dieses überstrapazierten Stoffes und seine Rückverwandlung in ein tragikomisches Szenenpanorama über Menschen, deren einziges Kapital ihre Leidenschaften darstellen. Trotz der vielen musikalischen Highlights ist „Carmen“ auch ein konspiratives Nachtstück, in dem Dunkelheit und Mittagsglut in einzigartiger Weise verknüpft wurden. Der Intellekt wird beim Hören und Sehen dieser Musik gleichsam ausgelöscht, übrig bleiben die Stimmen der Emotion und die Körper der Akteure in all ihrer Vernarbtheit und Passion. „Carmen“ ist Körpertheater, auch diesem Aspekt trägt die Inszenierung Rechnung.
Musikalisch präsentiert sich diese „Carmen“ in ganz eigener Facon. Unsere Spielfassung orientiert sich sowohl an der Erzählung von Prosper Merimée und nutzt Bizets Fassung mit gesprochenen Textpassagen, von denen einige für diese Aufführung in zeitgenössischer Musiksprache neu komponiert werden und dem Club-Charakter des Spielortes angepasst werden. Musikalisch kombiniert die Aufführung Elemente aus E- und U-Musik, harte Technobeats werden ebenso zu hören sein wie Bizets Originalkomposition. Durch die scharf konturierten musikalischen Kontraste entsteht eine völlig eigene, rauere Klangsprache, die die Hörgewohnheiten der Besucher zerstört, aber auch für ein neues Hören überstrapazierter Melodien sorgt.
Erstmals arbeiten für dieses Projekt Opera Incognita und Zuflucht Kultur e.V. zusammen. Der 2014 in Stuttgart gegründete Verein zur Integration von Flüchtlingen durch Kunst präsentiert seit seiner Gründung mit Projekten wie „Zaide- Eine Flucht“ oder „Idomeneo“ eine renommierte Plattform für die Zusammenarbeit professioneller einheimischer KünstlerInnen und Migranten. Mittlerweile ist Zuflucht Kultur e.V. durch zahlreiche Auftritte im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Viele Auszeichnungen würdigten das enorme, sozialpolitische Engagement der Company, die sich zur Zeit intensiv der künstlerischen Förderung von jungen syrischen Flüchtlingen widmet.
In „Carmen“ führen Zuflucht Kultur e.V. und Opera Incognita ihre langjährig erprobten Konzepte zusammen. Gerade diese Oper bietet die ideale Spielfläche für ein Zusammenwirken erfahrener Musiker und künstlerisch ambitionierter Migranten. Die Realitätsnähe und inhaltliche Universalität des Stoffes bieten einen großartigen Raum für interkulturelle Begegnungen und Diskussionsmaterial für immer noch unfassbare gesellschaftliche Verhältnisse. Wir hoffen, in dieser Produktion mit einem multinationalen, polylingualen Ensemble eine zeitgemäße Deutung des Mythos „Carmen“ zu kreieren, in der Archaik und gesellschaftliche Analyse in sinnliche Hörbilder übersetzt werden können.

Opera Incognita / Zuflucht Kultur e.V.

Termine

Premiere: Samstag, 2. September 2017 um 19:30 Uhr
Weitere Aufführungen:
Mittwoch, 6. September 2017
Freitag, 8. September 2017
Samstag, 9. September 2017
Sonntag, 10. September 2017
Mittwoch, 13. September 2017
Freitag, 15. September 2017
Samstag, 16. September 2017 – jeweils um 19:30 Uhr
Open Stage mit zusätzlichen Beiträgen der geflüchteten Künstler/innen vor allen Aufführungen ab 19:00 Uhr
Ort: Mixed Munich Arts (MMA), Katharina-von-Bora-Straße 8A, 80333 München

Projektpartner

Eine Produktion von Opera Incognita und Zuflucht Kultur e.V.

Über Zuflucht Kultur e.V.
Così fan tutte (Oktober 2014), ZAIDE.EINE FLUCHT. (August 2015) und zuletzt Idomeneo im Juli 2016: Mit beinahe unheimlichem Timing halten die drei Opernproduktionen von Zuflucht Kultur e.V. der Entwicklung der Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa den Spiegel vor. Die Vorbereitungen für das vierte große Projekt laufen auf Hochtouren: Bizets Carmen hat am 2. September 2017 im MMA (Mixed Munich Arts) in München Premiere.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit und durch Kultur Brücken zwischen Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung zu bauen. Er arbeitet zuallererst künstlerisch, organisiert mittlerweile aber auch eine Vielzahl von politisch-sozialen Auftritten eines eigens gegründeten Projektchors. Anfang September 2015, kurz nach Öffnung der deutschen Grenzen für in Südosteuropa festsitzende Flüchtlinge, gastierte der Chor Zuflucht beim Bürgerfest des Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue; außerdem war er im ZDF bei Markus Lanz und Johannes B. Kerner zu erleben. In diesen bewegten Zeiten erreichten und erreichen die Macher laufend weitere Einladungen von Institutionen, die sich für Menschenrechte einsetzen: Unter anderem stand der Chor beim europäischen Konsultationstreffen des World Humanitarian Summit der Vereinten Nationen und bei der Eröffnung der Generalversammlung der International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies auf der Bühne, beides in Genf. Mit Auftritten wie diesen gelingt es dem Verein Zuflucht Kultur und seinem Chor so auch auf internationaler Ebene, das viel diskutierte Thema Flüchtlinge mit einem starken, hoffnungsvollen Projekt zu verbinden. Der bislang schönste Erfolg der Arbeit von Zuflucht Kultur: Das ZDF-Format Die Anstalt erhielt für die Sendung mit dem syrischen Flüchtlingschor Zuflucht den Grimmepreis 2015 „für den Moment der Echtheit und Wichtigkeit“. Eben diese Ausgabe wurde noch ein zweites Mal geehrt. Die deutsche Sektion von Amnesty International zeichnete sie mit dem Marler Medienpreis für Menschenrechte 2015 aus. Vor kurzem wurde der Verein auch direkt ausgezeichnet – mit dem Förderpreis der Pill Mayer Stiftung für interkulturellen Dialog 2016.
Mehr Informationen: www.zufluchtkultur.de


Über Opera Incognita
Ziel und Leitidee von Opera Incognita ist es, außergewöhnliche Opern einem etablierten und einem jungen Publikum zugänglich zu machen. Die szenisch wie musikalisch herausfordernden Werke erschienen anfangs in chronologischer Ordnung. Die Reihe begann 2005 mit Armide von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) und setzte sich 2006 mit Axur von Salieri (1750-1825) fort. Unter den weiteren Produktionen: Die Perser von Aischylos, Jean-Philippe Rameaus Dardanus, Antonio Vivaldis Andromeda Liberata und Robert Schumanns Genoveva.
Das Besondere an den Inszenierungen ist die enge Zusammenarbeit des musikalischen Leiters und des Regisseurs. Beide sind bei den Proben anwesend und studieren die Stücke gemeinsam ein. Was an größeren Häusern nicht möglich wäre, führt zu einer echten Symbiose zwischen Musik und Inszenierung. Für die noch recht jungen, unbekannten Akteure – meist Absolventen von Musikhochschulen – haben sich die anspruchsvollen Produktionen von Opera Incognita schon häufig als Sprungbrett für die weitere Karriere erwiesen. Die Kompanie scheint zudem ein echtes Händchen für die Wahl der Aufführungsorte zu haben und stellt damit immer wieder unter Beweis: Gute Opern wirken überall – auch und vielleicht sogar stärker an ungewöhnlichen Spielstäten.
Mehr Informationen: www.opera-incognita.de

Team

Musikalische Leitung: Ernst Bartmann
Regie: Andreas Wiedermann
Kostüme: Bianca Hedwig-Schmid

Produktionsleitung Zuflucht Kultur: Cornelia Lanz
Produktionsleitung Opera Incognita:   Ernst Bartmann ,  Andreas Wiedermann

Carmen (Mezzosopran): Cornelia Lanz
Don José (Tenor): Anton Klotzner
Micaëla (Sopran): Julia Bachmann
Escamillo (Bariton): Torsten Petsch
Frasquita (Sopran): Anne Elizabeth Sorbara
Mercédès (Mezzosopran): Judith Beifuß
Maria: Wisam Kanaieh
Manuelita: Walaa Kanaieh
Moralès/Dancaïro (Bariton): Tom Amir, Cover: Simon Riegel
Remendado (Tenor): Yoed Sorek
Zuniga: Pouya Raufyan
“Lillas”: Rami Alrojoleh
“Pastia”: Ayden Antanyos
„Der Bergführer“: Omar Almasalmah
Andres: Samer Alsaed
Pablo: Rabea Alnader

Flüchtlingschor Zuflucht
Chorleitung: Cornelia Lanz
Afghanistan: Jamshid Azami, Ali Moktari, Mostafa Sayed (Schmuggler)
Irak: Sarmad Fouad
Syrien: Mohsen Alahmad, Khaled Alhussein, Wassim Alkardoush, Abdullah Almasalmah, Maher Amida, Mohammed Mousa, Yousef Joubin

Chor und Orchester Opera Incognita
Flüchtlingskinderchor „Viel Harmonie“, Flüchtlingsheim Klausenburgstr. 6, München
Ayesha, Faheza, Faith, Fatima, Giti, Iman, Marwa, Mashid, Salman, Sameerah, Sara, Setayash, Sheyllah, Somaya, Suhajb
Chorleitung Kinderchor: Beatrix Jakubicka-Frühwald
Choreinstudierung Kinderchor: Beatrix Jakubicka-Frühwald, Cornelia Lanz

Produktions-, Regieassistenz, Inspizienz: Simon Riegel
Technik/Licht: Jan-Robert Sutter
Presse: Nicola Steller
Backoffice Opera Incognita: Werner Jex
Requisite, Übertitel, Abendspielleitung: Maria Armansperger
Assistenz Flüchtlingschor, Viten Programmheft: Natalie Schwebel
Musikalische Assistenz: Johanna Schumertl

Übersetzung Zusammenfassung: Pouya Raufyan, Ayden Antanyos
Maske: Anne Elizabeth Sorbara/Abeer Yasin
Support und Waffenmeister: Hans-Ekkehard Kaiser
Design Printwerbung: Anton Empl
Design Programmheft: Mischa Jackl
Buchhaltung Zuflucht Kultur: Christoph Rapp
Homepage Zuflucht Kultur: Helene Lanz
Facebook, Social Media Zuflucht Kultur: Omar Zaror

Dank an unsere Gastgeber und Unterstützer für die vielen möglichen Proben im MMA:
Team MMA: Constantin Mascher, Mathias Arifin, David Wichmann, Nathalie Stöckl
Team MMA Electric Elephant: Hannah Balgar, Sophia Kirst

Dank an Pasqual Keilmann (Escamillos Vespa), Svenja Jander (Location Fotoshooting), Gina Apoyan (Plakate), Hecht-Transporte, Tarek Abdin-Bey (Deutsch-Syrischer Verein e. V.), Kulturreferat München (Technik), Sophia Hackel (Unterkunft Pouya)

Sponsoren & Unterstützer

  • Mixed Munich Arts - MMA

    stellt uns die Aufführungsfläche zur Verfügung.
    Das historische Heizwerk mit rießiger Kesselhalle und seitlich schwebenden Galerien ist Ideal für unserer Opernaufführung:
    Katharina-von-Bora-Straße 8a, 80333 München
    E-Mail: contact@mixedmunicharts.de, http://www.mixedmunicharts.de/

  • Svenja Jander, Location für Fotoshooting - Plakate

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