Antanyos, Ayden | Irak | Schauspieler, Kameramann | Soliman in Zaide. Eine Flucht., Livekamera und Schnitt Videoinstallation in Idomeneo

07.09.2015 23:24

Ayden Antanyos stammt aus dem Irak und ist im Januar 2010 über den Irak, die Türkei, Griechenland und Frankreich nach Deutschland gekommen. Er arbeitet als Kameramann und Cutter in einem Münchner Filmstudio. In Zaide spielt er als Schauspieler die Rolle des „bad guy“ Soliman. Von der Oper erhofft er sich, dass das Publikum, im Idealfall auch das politisch interessierte Publikum, einen Einblick in das bekommt was die „Ausländer“ in Europa eigentlich wollen: Dass sie hier nicht nur nach Geld und Arbeit suchen, sondern hauptsächlich nach Schutz vor der schwierigen Situation in ihrem eigenen Land. Er selbst ist dankbar, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufnimmt. Ayden spielte in Augsburg das Stück „letzte Heimat“. Heimat bedeutet für ihn einen Ort zu finden, an dem man sich wohl fühlt. Dort wo man Familie, Arbeit und Leben hat und sich nicht als Fremder/Ausländer fühlt. Krieg ist für ihn Hass und Hass ermöglicht keine Heimat und keine Liebe. Ayden hat in München Arbeit in einem Filmstudio gefunden. 

Foto: Florian Jänicke
Interview: Cornelia Lanz